Was, wenn man sich selbst begegnet?
Lesung mit Johanna Sebauer
Am 19. September 2026 ist Johanna Sebauer zu Gast im Refugium Lunz und liest aus ihrem neuen Roman Popóm – einer ebenso klugen wie vergnüglichen Geschichte über Identität, Nähe und die kleinen und großen Absurditäten unserer Gegenwart.
Hendrik Popom ist Ende zwanzig und hatte sich sein Leben eigentlich anders vorgestellt. Der Job in der Kreativagentur erfüllt ihn nicht, in seiner Beziehung läuft es auch schon besser – und dann begegnet er eines Abends einem Mann, bei dem er augenblicklich weiß: Das bin ich. Nur fast doppelt so alt. Zwischen Hendrik und seinem rätselhaften Doppelgänger Popóm entwickelt sich eine Beziehung voller Nähe und Widerstände, die immer stärker infrage stellt, was Hendrik über sich selbst und seine Zukunft zu wissen glaubt.
Johanna Sebauer erzählt dieses ziemlich fantastische Gedankenexperiment mit feinem Humor, Selbstironie und einer leisen Melancholie. Nach ihrem viel beachteten Debüt Nincshof und der beim Bachmann-Wettbewerb 2024 zweifach ausgezeichneten Erzählung Das Gurkerl zeigt sie auch in Popóm ihr besonderes Talent, große Fragen leichtfüßig zu erzählen.
Ein Abend über das Ich und sein mögliches Morgen, über Nähe, Veränderung und die Frage, ob wir unserem zukünftigen Selbst wirklich begegnen möchten.